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Arsenreduktion und Entfernung bakteriologischer Belastungen

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Grundlage der Verfahrensentwicklung, ist ein Objekt in Bangladesh zur Trinkwassergewinnung und Nutzung.
In genannter Ausarbeitung werden unterschiedliche Arsenressourcen betrachtet und deren Auswirkung zum Thema bewertet. Als Hauptquelle wird die biologische Reduktion von Torf, exemplarisch die Abspaltung des Arsen von reduzierten Eisenoxiden, genannt.
Ziel des vorgestellten Verfahrens ist es, diese gegebenen strukturellen Zusammenhänge zu nutzen und das Arsen wieder in eine stabile Verbindung mit Eisenoxiden zurückzuführen.


Betrachtung zum Verfahrensablauf
Über an der Wasserentnahmestelle (1) angeschlossenen Pumpe (2), wird der gewünschte Volumenstrom zu einer ausgewählten Filterkombination (5+6) gefördert. Die Elektroenergieversorgung (3) für diese Funktionseinheiten erfolgt vom Betreiber und wird über eine integrierte elektronische Steuerung geführt. Durch die Filtereinheit werden Sedimente, Trübstoffe und Mikrobiologie aus dem aufzubereitenden Wasser entfernt.
Über einen Durchflußbegrenzer (7) wird das Wasser anschließend einem Adsorber (8) zugeleitet. Der Durchflußbegrenzer ist das steuernde Element für den Reaktionsablauf bzw. das Adsorbtionsverhalten dieser Funktionseinheit. Der Adsorber ist mit Eisen(hydr)oxiden mit einer speziellen hohen Oberflächenstruktur befüllt.
Dem beschriebenen 5-wertigem Arsen, d.h. dem dargestelltem Arsenat, wird hier eine attraktive Reaktionsfläche geboten. Die ursprüngliche Bindung zu FeAsS ist dadurch gegeben.
Die Reaktionsgeschwindigkeit für eine ausreichende Adsorbtion sollte bei ca. 20min liegen.


Fließschema der Wasseraufbereitung

Betreiberseite LEGIO-Anlagenbau Betreiberseite
LEGIO.arsenic
  • 1 – Brunnen
  • 2 – Pumpe
  • 3 – örtliche Elektrische Energieversorgung
  • 4 – zentrale Filter- und Pumpensteuerung
  • 5 – Vorfilter
  • 6 – LEGIO.filter
  • 7 – mechan. Durchflußbegrenzer
  • 8 – Adsorber-Batterie
  • 9 – Entlüfter
  • 10 – Wasserzähler


Ansprüche und Vorteile des Verfahrens

  • einfacher, kostengünstiger, robuster, funktionaler Geräteaufbau
  • geringster Wartungsaufwand
  • je nach Belastung der Rohwasserqualität, sind mehrmonatige Wartungsintervalle möglich
  • höchste Betriebssicherheit der Funktionseinheiten
  • geringer Energieeinsatz
  • Nachhaltigkeit der Technik
  • belastetes Adsorbermaterial kann problemlos endgelagert oder z.B. als Zuschlagstoff im Wegebau genutzt werden


Verfahrensbetrachtung

Das dargestellte Verfahren ist als selektiv zu betrachten. Es werden vorrangig Arsen, Kupfer und andere Schwermetalle adsorbiert.
Die Adsorbtionsleistung kann ja nach Qualität des Trägermaterials und der Pflege der Vorfiltereinheiten bis über 20g/kg betragen. D.h., bei entsprechender Einstellung der Reaktionsverläufe sind Konditionierungsraten von bis zu dem 250.000-fachem des Adsorbervolumens realisierbar.

Beispiel:
  • geplante Trinkwasseraufbereitung / Wassergewinnung ca. 500 l/h
  • mittlere Reaktionsgeschwindigkeit im Adsorber eingestellt auf 20 Min
  • Adsorbervolumen 500 : 3 entspricht ca. 170 Liter
  • Angaben in der Literatur beziehen sich auf max. 2000 µg Arsen pro Liter / durchschn. bis 200 µg/l
  • entspechen 2g/cbm Arsengehalt auf 20g/l Adsorber – 10cbm x 170 l > 1.700cbm Mindestleistung
  • rechnerische Wartung / Adsorberaustausch nach jeweils 5 Monaten > 10.000 fAd
  • entspricht 17.000cbm Durchschnittsleistung
  • rechnerische Wartung / Adsorberaustausch nach 3,9 Jahren > 100.000 fAd



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