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Fakten zu Infektionen

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Bakterium
Legionella pneumophila
Verlaufsform
Legionella-Pneumonie
Pontiac-Fieber
bekannt als
Legionärskrankheit
Sommergrippe
Serogruppen
  • Legionella pneumophila 15 verschiedene Serogruppen
  • Legionella 40 Spezies mit 61 Serogruppen
Übertragung
Inhalation über Aerosole (feine Wassertropfen) aus der Umwelt (z.B. Duschen)
Inkubationszeit
2 - 13 Tage
bis 48 Stunden
Diagnose
Fieber, Husten, Erkältungssymptome, Kopfschmerzen, 
Muskel- / Gelenkschmerzen, Durchfälle
Fehldiagnose als Lungenentzündung  
Krankheitsverlauf
  • zuerst ein dem Pontiacfieber ähnlicher Krankheitsverlauf 
  • dann schwerer Husten, Brustschmerzen
  • bis zu 40 Grad Fieber
  • erhebliche Beteiligung anderer Organe (Magen- und Darmstörungen) Therapie erforderlich; Epidem
 
  • grippeähnliches Krankheitsbild mit Müdigkeit, Kopfschmerzen und Konzentrationsschwäche
  • meist ohne Lungenbeteiligung
Krankheitsfolgen
bei nicht erfolgter Diagnose auf Legionellose und mangelnder medizinischer Betreuung kann die Krankheit einen tödlichen Verlauf nehmen
nach 2 - 5 Tagen folgenlose Genesung
Anzahl der Erkrankungen in Deutschland
6000 bis 12.000 
in der Realität wahrscheinlich viel höher.
Informationsquellen:
1.000.000
Anzahl bek. Todesfälle pro Jahr in Deutschland  rund 20% bis 35% der Infizierten
je nach Informationsquelle
nicht bekannt
Heilmethoden
antibiotisch mit Erythromycin (teils kombination mit Rifampicin)
 
Meldepflicht
Im neuen, ab Januar 2000 gültigem Infektionsschutzgesetz ist u.a. die Legionella s.p. als meldepflichtig aufgeführt.
 
Risikopersonen
  • Personen mit ausgeprägter Abwehrschwäche, aber auch durch die Einnahme entsprechender Medikamente (Cortison)
  • chronisch Kranke (Lunge, Herz, unzureichende Nierentätigkeit, Diabetes, Leberzirrhose, entzündliches Rheuma, etc.)
  • bettlägerige Menschen
  • Männer über 50 (häufiger als Frauen der gleichen Altersgruppe)
  • Personen mit chronischer Bronchitis
  • starke Raucher
  • Sportler nach sportlicher Hochleistung
Gefahrenstellen
  • Wasser als Aerosol (feine Wassertropfen) z.B. beim Duschen
  • Trinkwassersysteme innerhalb von Gebäuden (z.B. Sportanlagen, Schwimmbäder, Krankenhäuser, Altenheime, Kasernen, Industrie, usw.)
  • Raumlufttechnische Anlagen / Klimaanlagen mit Luftbefeuchtung
  • Warmsprudelbecken (Whirlpools)
  • Hydrotherapie
  • Dentaleinheiten
  • ungechlorte Springbrunnen
  • Autowaschanlagen ohne ausreichende Chlorung
  • u.a.m.